Raumfahrt

Atmosphäre auf erdähnlichem Planeten in der habitablen Zone entdeckt

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Erstmals haben Astronomen eine Atmosphäre um einen felsigen, erdgroßen Planeten nachgewiesen, der in der habitablen Zone seines Sterns liegt – ein wichtiger Meilenstein auf der Suche nach Leben außerhalb unseres Sonnensystems. Der Planet mit der Bezeichnung GJ 1132 b umkreist einen Roten Zwergstern etwa 39 Lichtjahre entfernt im Sternbild Segel. Diese Entdeckung ist der erste bestätigte Nachweis einer Atmosphäre auf einem Planeten dieser Größe und Art in einer Region, in der flüssiges Wasser auf der Oberfläche existieren könnte.

Die im Astronomical Journal veröffentlichte Studie wurde von einem Team unter der Leitung von Forschern des Center for Astrophysics | Harvard & Smithsonian durchgeführt. Mithilfe von Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops entdeckten sie Signaturen von Wasserstoff und Helium in der Atmosphäre des Planeten sowie mögliche Spuren von Wasserdampf. Der Planet selbst ist etwa 1,4-mal so groß wie die Erde und vollendet alle 1,6 Tage einen Umlauf, was ihn weit innerhalb der habitablen Zone seines schwachen, kühlen Sterns platziert.

Diese Entdeckung ist bedeutsam, weil sie zeigt, dass erdähnliche Planeten in habitablen Zonen Atmosphären behalten können – eine Schlüsselvoraussetzung für potenzielle Bewohnbarkeit. Frühere Suchen nach Atmosphären auf solchen Welten waren erfolglos geblieben; oft fand man nur nacktes Gestein oder dünne Exosphären. GJ 1132 b wird nun zu einem Hauptziel für weitere Untersuchungen, insbesondere mit zukünftigen Teleskopen wie dem James-Webb-Weltraumteleskop, das seine Atmosphäre detaillierter analysieren könnte.

Der Planet wurde ursprünglich 2015 vom MEarth-South-Projekt entdeckt, das nach kleinen Planeten um nahegelegene Rote Zwerge sucht. Seitdem stand er im Fokus von Folgebeobachtungen. Der Nachweis seiner Atmosphäre gelang durch die Beobachtung des Planeten, während er vor seinem Stern vorbeizog, sodass die Wissenschaftler das durch die Atmosphäre gefilterte Sternenlicht messen konnten. Das Team plant, GJ 1132 b weiter zu beobachten, um das Vorhandensein von Wasser zu bestätigen und nach anderen Molekülen wie Methan oder Sauerstoff zu suchen, die auf biologische Aktivität hindeuten könnten.

Quellen

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