Skyral erhält 2-Milliarden-Pfund-Auftrag für Stadt-Simulationstraining
Die britische Armee wird am 4. August 2026 unter einem 2-Milliarden-Pfund-Vertrag mit einem Konsortium, zu dem auch das britische Unternehmen Skyral gehört, Technologie für digitale Zwillinge einführen. Die Software erstellt detaillierte virtuelle Nachbildungen von Städten wie Riga (Lettland), um die kaskadenartigen Auswirkungen von Schlachtfeldentscheidungen zu modellieren.
Skyral-Mitbegründerin Naomi Hulme beschrieb die Plattform als „wahrscheinlich ein bisschen Fortnite auf Steroiden“.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Kampfsimulatoren integriert die Technologie Informationen über Stromnetze, Bevölkerungen und Logistik, um zu zeigen, wie ein Raketenangriff Infrastruktur und ziviles Verhalten stören könnte.
Das Konzept des digitalen Zwillings begann mit vorausschauender Wartung von Maschinen, bildet nun aber ganze Städte ab.
Skyral wurde von Hulme und Jason Kennedy gegründet und aus Improbable Worlds Limited ausgegliedert, einem Unternehmen für Gaming- und Metaverse-Software.
Zwar gibt es kaum gründliche Forschung zu den Auswirkungen solcher Trainings, doch frühere Studien deuten darauf hin, dass Flugsimulatoren praktische Fähigkeiten verbessern und Simulationen billiger und einfacher durchzuführen sind als Live-Übungen.
Auch Nato-Forscher experimentieren mit digitalen Zwillingen, allerdings sind Skyrals Modelle umfassender.
Der Vertrag kommt zu einer Zeit, in der in Großbritannien darüber debattiert wird, ob die Verteidigungsausgaben für neue Bedrohungen ausreichen.
Großbritannien wird zu den ersten Nationen gehören, die die Technologie intensiv integrieren, mit möglichen Anwendungen in der humanitären Hilfe und Chirurgie.
Quellen
- The Guardian TechnologySekundär
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