EV-Batterien übertreffen anfängliche Lebensdauervorhersagen
Eine neue Studie zeigt, dass die Batterien von Elektrofahrzeugen deutlich länger halten könnten als bisher angenommen, was frühere Annahmen über ihre Lebensdauer in Frage stellt. Forscher des SLAC-Stanford Battery Center analysierten Daten von 92 kommerziellen EV-Batterien über zwei Jahre und fanden heraus, dass reale Fahrbedingungen – wie Stop-and-Go-Verkehr und unterschiedliche Ladegewohnheiten – den Batterieabbau tatsächlich verlangsamen, im Gegensatz zu Labortests, die den Verschleiß oft beschleunigen. Das bedeutet, dass EV-Besitzer ihre Fahrzeuge jahrzehntelang nutzen könnten, ohne einen Batteriewechsel zu benötigen, was langfristige Kosten und Umweltabfälle reduziert. Die am 9. Dezember 2024 in *Nature Energy* veröffentlichte Studie nutzte maschinelles Lernen, um vorherzusagen, dass Batterien bis zu 38 % länger halten könnten als Laborprognosen. Beispielsweise könnte eine für 150.000 Meilen ausgelegte Batterie nun voraussichtlich über 200.000 Meilen erreichen. Frühere Forschungen hatten vermuten lassen, dass Batterien aufgrund häufigen Schnellladens und hoher Temperaturen schneller abbauen, aber diese neuen Daten zeigen, dass dynamische Fahrprofile helfen, die Kapazität zu erhalten. Die Ergebnisse könnten Automobilhersteller dazu bewegen, Garantien zu verlängern und Verbraucher zu ermutigen, EVs ernsthafter in Betracht zu ziehen. Nächste Schritte umfassen weitere Tests mit verschiedenen Batteriechemien und realer Alterung, um die Vorhersagen zu verfeinern, was die wirtschaftlichen und ökologischen Aussichten des EV-Marktes potenziell neu gestalten könnte.
Quellen
- EngadgetSekundär
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