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Toskana: 6.000 km³ Magmasystem entdeckt

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Toskana: 6.000 km³ Magmasystem entdeckt
Photo: Yassine Khalfalli · Unsplash
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Ein gewaltiges Magmasystem mit etwa 6.000 km³ vulkanischen Flüssigkeiten wurde tief unter der Toskana entdeckt, wie eine am 5. August 2026 in der Fachzeitschrift Communications Earth & Environment veröffentlichte Studie zeigt. Die Forscher nutzten die Methode der seismischen Tomographie mit Umgebungsrauschen, um das Material zu detektieren, das in 8 bis 15 Kilometern Tiefe liegt und bislang unbemerkt blieb, da die Region keine typischen Oberflächenanzeichen wie Vulkankrater oder Gasemissionen aufweist. Das Volumen entspricht 2,4 Milliarden olympischen Schwimmbecken und ist vergleichbar mit Supervulkan-Systemen wie dem Yellowstone, obwohl Wissenschaftler betonen, dass keine unmittelbare Gefahr besteht. Das internationale Team unter der Leitung von Matteo Lupi von der Universität Genf umfasste Experten des Instituts für Geowissenschaften und Erdressourcen (CNR-IGG) und des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV). Sie setzten rund 60 hochempfindliche Sensoren ein, um seismische Wellen von Ozean, Wind und menschlicher Aktivität aufzuzeichnen und kartierten langsamere Wellengeschwindigkeiten, die auf heißes oder teilweise geschmolzenes Gestein hindeuten. Die Entdeckung ist bedeutsam, weil sie einen verborgenen Magmakörper offenbart, der theoretisch über geologische Zeiträume zur Entwicklung eines Supervulkans beitragen könnte, und sie demonstriert eine kostengünstige Methode zur Lokalisierung geothermischer Reservoire und kritischer Mineralvorkommen. Die Forscher weisen darauf hin, dass tiefe magmatische Systeme oft mit Lithium und Seltenerdelementen verbunden sind, die für Elektrofahrzeugbatterien und die Energiewende unerlässlich sind. Die Ergebnisse legen nahe, dass die seismische Tomographie mit Umgebungsrauschen ein nützliches Werkzeug für die schnelle und kostengünstige Erkundung des Untergrunds werden könnte, was sowohl der Grundlagenforschung als auch der praktischen Ressourcenerkundung zugutekommt.

Quellen

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