EasyJet-Gewinne fallen um 70% aufgrund von Treibstoffkosten und Auswirkungen des Iran-Kriegs
Die Gewinne von EasyJet sind in den drei Monaten bis Juni um 70 % eingebrochen, da die Billigfluggesellschaft von steigenden Treibstoffkosten und einer Veränderung des Buchungsverhaltens der Passagiere im Zusammenhang mit dem Konflikt im Iran getroffen wurde. Die Fluggesellschaft meldete für das Quartal April bis Juni einen Vorsteuergewinn von 85 Millionen Pfund, gegenüber 286 Millionen Pfund im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Treibstoffkosten stiegen um 105 Millionen Pfund, nachdem die Energiepreise nach Ausbruch der Feindseligkeiten im Nahen Osten Ende Februar in die Höhe geschossen waren.
Der starke Gewinnrückgang betrifft die Aktionäre von EasyJet und die beiden US-Investmentfirmen, die um den Kauf der Fluggesellschaft konkurrieren. Das Unternehmen hat kürzlich einer Übernahme im Wert von 5,7 Milliarden Pfund zugestimmt, aber die sich verschlechternde finanzielle Leistung könnte die Bedingungen oder den Abschluss des Geschäfts beeinflussen. Auch die Passagiere sind betroffen, da die Fluggesellschaft feststellte, dass Reisende später als üblich buchen, wahrscheinlich aufgrund der durch den Konflikt verursachten Unsicherheit.
Die Zahlen unterstreichen, wie geopolitische Instabilität die Luftfahrtindustrie schnell beeinträchtigen kann. Die Treibstoffkosten von EasyJet stiegen im Quartal um 105 Millionen Pfund und schmälerten direkt die Gewinne. Der Trend zu späteren Buchungen erhöht den Druck zusätzlich, da es für die Fluggesellschaft schwieriger wird, die Nachfrage vorherzusagen und die Kapazitäten zu steuern.
Hintergrund: Der Iran-Krieg begann Ende Februar und ließ die globalen Energiepreise in die Höhe schnellen. EasyJet hatte sich bereits von der Pandemie erholt und sah sich intensiver Konkurrenz durch Rivalen wie Ryanair gegenüber. Das Übernahmeangebot von 5,7 Milliarden Pfund von zwei US-Investmentfirmen wurde nur wenige Wochen vor der Gewinnwarnung angekündigt.
In Zukunft wird sich das Management von EasyJet wahrscheinlich auf Kostensenkungsmaßnahmen und Absicherungsstrategien konzentrieren, um die Volatilität der Treibstoffpreise abzufedern. Der Übernahmedeal könnte neu verhandelt oder verzögert werden, da die Bieter den Wert der Fluggesellschaft neu bewerten. Die gesamte Branche wird beobachten, ob andere Fluggesellschaften ähnliche Gewinnbelastungen durch den Konflikt melden.
Quellen
- The Guardian WorldSekundär
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