Cybersicherheit

Zoom-Lücken erlauben Geräteübernahme per Screensharing

Veröffentlicht am 12.08.2026, 14:231 min readNewUJ Editorial Desk

Zoom-Lücken erlauben Geräteübernahme per Screensharing
Photo: Arnold Francisca · Unsplash
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Sicherheitsforscher von A Security haben am 12. August 2026 Schwachstellen in der Videokonferenzplattform Zoom offengelegt, die es Angreifern ermöglicht hätten, Geräte während Screensharing-Anrufen stillschweigend zu übernehmen.

Die Fehler betrafen alle von Zoom unterstützten Betriebssysteme – Windows, macOS, Linux, iOS und Android – und erforderten keinerlei Interaktion des Opfers.

Sie befanden sich im Protokoll für Echtzeit-Annotationen während des Screensharings, einer obskuren Funktion, die die KI-gestützten Bug-Hunting-Systeme von A Security ins Visier nahmen, da komplexe Funktionen oft Fehler in Closed-Source-Software verbergen.

A Security erklärte, die Fehler seien Anfang Juni 2026 mit öffentlich verfügbaren KI-Modellen entdeckt worden; weniger als 20 Prompts seien nötig gewesen, um einen funktionierenden Angriff zu entwickeln.

Zoom veröffentlichte am selben Tag ein Sicherheitsbulletin mit Details zu Server- und Client-seitigen Fixes, die das Unternehmen auszurollen begonnen hat. Zoom reagierte nicht auf Anfragen um Stellungnahme.

Mitbegründer Omer Gull warnte, dass die Demokratisierung der KI-Fähigkeiten gefährlich sei, da die Einstiegshürde rapide sinke.

Ein anderer Mitbegründer, Yossi Torati, sagte, ein Angreifer könnte ein Unternehmen übernehmen, indem er einem Anruf beitritt, einen Computer und Zugangsdaten erbeutet und sich lateral innerhalb der Organisation bewegt.

Die Forscher merkten an, dass Zoom-Nutzer der Plattform inhärent vertrauen und ihre Wachsamkeit oft senken – bei persönlichen, beruflichen und öffentlichen Veranstaltungen wie Webinaren. Obwohl die Fehler behoben sind, zeigt der Vorfall ein sich beschleunigendes Wettrüsten, da KI-gestützte Fehlersuche zunimmt.

Quellen

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