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PayPal-Verkauf: Stripe und Advent bieten 53 Mrd. $

Veröffentlicht am 14.08.2026, 22:463 min readNewUJ Editorial Desk

Aktualisiert am 15.08.2026, 05:08new_information

PayPal-Verkauf: Stripe und Advent bieten 53 Mrd. $
Photo: NewUJ
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Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom 14. August 2026 führt PayPal fortgeschrittene Gespräche über einen möglichen Verkauf an den Zahlungsdienstleister Stripe und die Beteiligungsgesellschaft Advent International. Insidern zufolge könnte eine Einigung in den kommenden Wochen erzielt werden, doch ein Scheitern der Verhandlungen ist weiterhin möglich.

Stripe und Advent hatten im Juli ein Angebot von 60,50 Dollar pro PayPal-Aktie unterbreitet, was einer Bewertung von rund 53 Milliarden Dollar entspricht. PayPal lehnte dieses Angebot als zu niedrig ab, die Gespräche wurden jedoch fortgesetzt. Die Parteien verhandeln nun über einen höheren Preis.

PayPal wollte sich zu den Berichten nicht äußern, während Stripe erklärte, man kommentiere keine Gerüchte oder Spekulationen.

Warum steht PayPal zum Verkauf?

Ein möglicher Verkauf wäre ein bedeutender Wendepunkt für PayPal, das einst zu den mächtigsten Unternehmen im digitalen Zahlungsverkehr gehörte.

Das Unternehmen profitierte während der Pandemie stark vom Boom des Online-Handels, hatte in den Folgejahren jedoch zunehmend Schwierigkeiten, sein Wachstumstempo gegen die Konkurrenz von Stripe, Apple Pay und anderen Zahlungsplattformen zu halten.

Die Marktkapitalisierung von PayPal lag 2021 zeitweise bei über 280 Milliarden Dollar. Das Angebot von rund 53 Milliarden Dollar im Juli 2026 zeigt, wie stark das Unternehmen seit seinem Höhepunkt an Wert verloren hat.

Neuer CEO stellt das Unternehmen um

Enrique Lores, ehemaliger CEO von HP, übernahm im März 2026 die Führung von PayPal.

Kurz nach seinem Amtsantritt leitete Lores eine Umstrukturierung ein, die das Unternehmen in drei Geschäftsbereiche aufteilt:

- Zahlungslösungen rund um PayPal, - Verbraucherfinanzdienste einschließlich Venmo, - Zahlungsdienste und Krypto-Aktivitäten.

Im Mai sagte Lores vor Investoren, PayPal werde sich wieder auf seine Kernkompetenzen in der Technologie konzentrieren und wieder ein "Technologieunternehmen" werden.

Zudem läuft ein umfassendes Kostensenkungsprogramm. Die bestehenden Pläne dürften in den nächsten zwei bis drei Jahren zu einem Personalabbau von rund 20 Prozent führen.

Wie wurde PayPal zu dem, was es heute ist?

PayPal geht auf das Unternehmen Confinity zurück, das 1998 von Peter Thiel, Max Levchin und Luke Nosek gegründet wurde.

2000 fusionierte Confinity mit X.com, einem von Elon Musk 1999 gegründeten Online-Finanzunternehmen. Das fusionierte Unternehmen konzentrierte sich später auf die Marke PayPal und wurde zu einem Pionier der digitalen Zahlungsbranche.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich PayPal zu einer der weltweit bekanntesten Plattformen für Online-Zahlungen, doch der Wettbewerb im Zahlungsverkehr ist in letzter Zeit deutlich intensiver geworden.

Warum ist ein möglicher Deal wichtig?

Ein Verkauf von PayPal wäre eine der größten Transaktionen im globalen Fintech-Sektor.

Sollte Stripe die Kontrolle über PayPal übernehmen, würden zwei große Zahlungsökosysteme unter einem Dach vereint – ein Schritt, der das Wettbewerbsgefüge im Online-Zahlungsmarkt erheblich verändern könnte.

Bis zum 14. August 2026 wurde jedoch noch keine endgültige Einigung erzielt. Die im Juli genannten rund 53 Milliarden Dollar sind zudem keine aktuelle Kaufsumme, sondern die Bewertung, die das abgelehnte Erstangebot für PayPal vorsah.

Ob und zu welchem Preis ein Abschluss zustande kommt, ist daher weiterhin offen.

PayPals Wurzeln liegen in der Fusion von Confinity, gegründet von Peter Thiel, Max Levchin und Luke Nosek, mit X.com von Elon Musk im Jahr 2000.

PayPal: Mit einer Geschichte bis 1998 ist es eines der bekanntesten digitalen Zahlungsunternehmen der Welt. Es bietet private Geldtransfers, Online-Zahlungen und Verbraucherdienste wie Venmo an.

Stripe: 2010 von den Brüdern Patrick und John Collison gegründet, bietet das Zahlungstechnologieunternehmen Online-Zahlungsinfrastruktur, Abonnements, Abrechnung und Finanzsoftware für Internetfirmen an. Es ist besonders bei E-Commerce- und Tech-Startups weit verbreitet.

Quellen

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