Cybersicherheit

FBI ermittelt nach Cyberangriffen auf Wassersysteme

2 min read

FBI ermittelt nach Cyberangriffen auf Wassersysteme
Photo: Florian Olivo · Unsplash
0 0
XWhatsAppTelegramLinkedIn

Bei Cyberangriffen wurden in Minnesota mehr als 30 Wassersysteme und in Michigan mindestens neun attackiert, wie Staatsbeamte am 1. August 2026 mitteilten. Das FBI untersucht die Sicherheitsverletzungen.

Dale George, Kommunikationsdirektor des Michigan Department of Environment, Great Lakes, and Energy, erklärte, dass die neun Systeme Aktivitäten zeigten, die mit einer Bundeswarnung vom 28. Juli übereinstimmten. Alle Anlagen arbeiteten sicher, und es seien keine Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung entstanden.

Minnesota IT Services berichtete am 30. Juli, dass keine Gemeinde die Bewohner aufgefordert habe, ihr Trinkwasserverhalten zu ändern. Die Behörde erklärte, dass die meisten bestätigten Angriffe die Fernüberwachungs- und Steuerungstechnik betrafen und dass die böswilligen Aktivitäten nicht immer den Wasserbetrieb störten.

In Braham, einer Stadt mit etwa 1.700 Einwohnern rund 70 Meilen nördlich von Minneapolis, legte ein Cyberangriff am 27. Juli die Steuerungen der Brunnen und der Aufbereitungsanlage lahm. Die Bewohner wurden gebeten, den Wasserverbrauch für mehrere Stunden zu minimieren, während die Stadt auf ihren Wasserturm angewiesen war. Es wurden keine Probleme mit der Wasserqualität gemeldet.

In Plymouth, einer Stadt mit etwa 80.000 Einwohnern vor den Toren von Minneapolis, wurden die Kommunikationssysteme der Wasserinfrastruktur nach einem Cyberangriff am Nachmittag des 28. Juli wiederhergestellt.

Das FBI, die Cybersecurity and Infrastructure Security Agency und andere Behörden gaben am 21. Juli eine Warnung heraus, dass iranische Hacker gezielt Wasser- und Abwassersysteme angreifen. In einer Erklärung vom 1. August teilte das FBI mit, dass es eng mit Partnern zusammenarbeite, um kritische Infrastruktur zu schützen, nannte jedoch keinen Verantwortlichen für die aktuellen Angriffe.

Wasserversorger verfügen oft nicht über ausreichende Mittel und Fachkenntnisse für eine robuste Cybersicherheit, was sie für Angreifer attraktiv macht, die Störungen und öffentliche Panik auslösen wollen. Das Interesse Irans an US-Wassersystemen reicht Jahre zurück; 2016 wurden iranische Hacker wegen eines Cyberangriffs auf einen Staudamm bei New York City angeklagt.

Bei einer Kabinettssitzung am 31. Juli behauptete Donald Trump ohne Belege, dass die Angriffe in Minnesota auf das Verschulden des Bundesstaates zurückgingen. Gouverneur Tim Walz entgegnete, Trump wisse, wer verantwortlich sei, und dass auch andere Bundesstaaten betroffen seien.

Quellen

Report / request removal

Verwandt

Comments

No comments yet. Be the first.