USA und Japan stützen Yen mit gemeinsamer Intervention
Die USA und Japan haben am 3. August 2026 bestätigt, dass sie am 31. Juli gemeinsam in die Devisenmärkte eingegriffen haben, um den Yen zu stützen, der gegenüber dem Dollar auf ein 40-Jahres-Tief gefallen war. Eine derart koordinierte Intervention gab es zuletzt 2011, als beide Länder nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Ostjapan Yen verkauften. Diesmal geht es darum, einen destabilisierenden Ausverkauf des Yen und japanischer Staatsanleihen zu verhindern, der die Weltwirtschaft erschüttern und die US-Kreditkosten in die Höhe treiben könnte. Die chronische Schwäche des Yen war auf die große Kluft zwischen japanischen und US-amerikanischen Zinsen zurückzuführen. Die Bank von Japan hob im Juni ihren Leitzins auf 1 Prozent an, den höchsten Stand seit 1995, während die US-Notenbank ihren Leitzins in einer Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent hält. Eine schrumpfende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, geringe Produktivität und die starke Abhängigkeit von in Dollar abgerechneten Energieimporten erhöhten den Druck auf die Währung zusätzlich. Das japanische Finanzministerium erklärte, die Intervention vom 31. Juli gemeinsam mit dem US-Finanzministerium habe „übermäßige Volatilität und ungeordnete Bewegungen des japanischen Yen in den vergangenen Monaten bekämpft“. US-Finanzminister Scott Bessent schloss sich dieser Haltung an und fügte hinzu: „Wir unterstützen Japans entschlossene währungs- und geldpolitische Schritte, um die erhebliche Unterbewertung des Yen zu korrigieren.“ Präsident Donald Trump sagte am 2. August vor Journalisten: „Sie haben einen schwächelnden Yen und wollten ein wenig Hilfe. Und wir sind immer für Japan da.“ Nach Trumps Äußerungen fiel der Dollar kurzzeitig um 0,2 Prozent auf 157,07 Yen, weit entfernt vom 40-Jahres-Hoch von 164 im Juli. Später erholte er sich nach der Erklärung des Finanzministeriums am 3. August auf 157,70 Yen. Daten der Bank von Japan deuten darauf hin, dass Tokio am 30. Juli bei der Intervention an den New Yorker Märkten fast 59 Milliarden Dollar verkauft haben könnte, um Yen zu kaufen, bevor die gemeinsame Aktion am nächsten Tag bestätigt wurde. Die USA gaben den Umfang ihrer Intervention nicht bekannt, doch ein Reuters-Foto eines Notizblocks vor Bessent während einer Kabinettssitzung am 31. Juli zeigte: „To Do: Japanische Yen kaufen 5–10 Mrd. Dollar.“ Sowohl das japanische Finanzministerium als auch Bessent erklärten, sie würden nicht zögern, erneut gemeinsam zu intervenieren, und signalisierten damit ihre Bereitschaft, bei erneutem Druck auf den Yen zu handeln.
Quellen
- BBC BusinessSekundär
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