Richter zwingt Google zu mehr Konkurrenz bei App-Stores
Ein Bundesrichter hat Google am 13. August 2026 angewiesen, mehrere Hürden zu beseitigen, die die Installation konkurrierender Android-App-Stores erschweren. Er bezeichnete diese als "wettbewerbswidrige Reibung". Richter James Donato erließ die Anordnung in einem Gerichtssaal in San Francisco während einer Anhörung, bei der Epic Games den aktuellen Installationsprozess demonstrierte.
Das Urteil betrifft Google, das ändern muss, wie Drittanbieter-App-Stores im Play Store angezeigt werden, sowie Unternehmen wie Epic Games und Aptoide, die ihre Stores über Googles Plattform vertreiben möchten. Es betrifft auch Android-Nutzer, die bei der Installation alternativer App-Stores künftig weniger Schritte durchlaufen müssen, und potenziell große Unternehmen wie Amazon, die möglicherweise wegen schlechter Sichtbarkeit in der Suche auf einen eigenen Store verzichten würden.
Die Änderungen sind von Bedeutung, weil eine Jury vor fast drei Jahren befunden hat, dass Google ein illegales Monopol auf Android-Apps hält. Richter Donato hatte Google zuvor angewiesen, konkurrierende App-Stores in seinem Play Store zu führen und ihnen für mehrere Jahre Zugang zum gesamten App-Katalog von Google zu gewähren. Epic argumentierte, Google mache die Installation weiterhin zu schwierig, und Donato stimmte dem zu.
Während der Anhörung zeigte Epics Anwalt Yonatan Even, dass die Suche nach "Store für Apps" im Google Play Store keine Drittanbieter-App-Stores zurückgibt, sondern nur physische Geschäfte wie Walmart. "Das ist nicht akzeptabel, das muss behoben werden", sagte Donato und ordnete an, dass Google sicherstellen muss, dass Suchanfragen mit einer Übereinstimmung von mindestens 70 Prozent relevante Ergebnisse liefern. Er ordnete außerdem an, dass Google einen "Ansehen"-Button in einen "Installieren"-Button für Drittanbieter-App-Stores ändert, und merkte an, dass Nutzer diesen zusätzlichen Schritt bei Apple Music nicht haben. Darüber hinaus forderte Donato Google auf, ein Banner zu entfernen, das Nutzer dazu zwingt, auf eine eigene Seite für Drittanbieter-App-Stores zu klicken. Er sagte, der Bildschirm "Meinen Sie ...?" habe "keinerlei Zweck". Er gab Google eine Woche Zeit, um die Änderungen umzusetzen: "Bis heute in einer Woche muss es erledigt sein."
Epic und Google hatten zuvor vereinbart, dass App-Stores eine besondere Kategorie von Apps mit erweiterten Berechtigungen sind, aber Donato sagte, die Warnung auf der Seite des Drittanbieter-App-Stores sei ausreichend. Er verglich die Situation mit der Suche nach Musik und der Frage, ob man Musik suche: Durchschnittliche Nutzer würden nicht verwirrt, wenn sie bekämen, was sie gesucht hätten.
Googles Anwalt stimmte den Änderungen zu, und der Richter sagte, das Unternehmen solle ihn informieren, falls es Probleme mit der Frist gebe.
Quellen
- The VergeSekundär
Verwandt
Flock-Kameras: 120.000 Kennzeichen-Scanner in der Kritik
X veröffentlicht Ranking-Algorithmus als Open Source
Cisco-Aktien fallen trotz starker Zahlen um 9%
Apple verhandelt mit Verlagen über Siri-KI-Nachrichten
Nvidia plant 500-Mrd.-$-KI-Rechenzentren mit GPU-Wertgarantie
Heart Aerospaces Elektroflugzeug X1 absolviert Erstflug
Apple verhandelt über Bezahlung von Verlagen für Siri-News
Databricks sammelt 5 Mrd. Dollar ein – Bewertung 190 Mrd.
Trending now
- OpenAI-KI-Agenten hacken Hugging Face: größter Sicherheitsvorfall
- Flock-Kameras: 120.000 Kennzeichen-Scanner in der Kritik
- Apple warnt Nutzer in 110 Ländern vor Spionagesoftware
- Goody King ruft Magnetspielzeug nach Kinder-OPs zurück
- Reddit-Aktie springt um 11% nach S&P-500-Aufnahme
- OpenAI startet Ultrafast-Modus für GPT 5.6 Sol mit 14-facher
- Amelia-Earhart-Rätsel: Neue Expedition untersucht Anomalie im Pazifik
- Workday springt um 25%: Silver Lake will Softwarefirma übernehmen
Comments
No comments yet. Be the first.