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Lawine am Broad Peak: 10 Bergsteiger erfasst, 4 Tote

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Lawine am Broad Peak: 10 Bergsteiger erfasst, 4 Tote
Photo: Chris Kursikowski · Unsplash
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Der weltbekannte Bergsteiger Nirmal Purja ist unter den zehn Bergsteigern, die am 30. Juli 2026 von einer tödlichen Lawine am Broad Peak in Pakistan erfasst wurden. Bis zum 31. Juli bargen Retter vier Leichen, die übrigen gelten weiterhin als vermisst.

Purja, ein ehemaliges Mitglied der britischen Spezialeinheiten, wurde 2019 berühmt, als er alle 14 Achttausender der Welt in etwas mehr als sechs Monaten bestieg. Später führte er die erste Winterbesteigung des K2 an.

Die Lawine ging gegen Mittag Ortszeit zwischen Lager zwei und Lager drei am Westgrat des Berges in einer Höhe von 6.579 Metern nieder, wie der Alpine Club of Pakistan mitteilte.

GPS-Tracker zeigten einen raschen Höhenverlust. Das Gerät der US-Amerikanerin Mallory Geis verzeichnete einen Abstieg von 543 Metern, während der Tracker von Nadhira Alharthy um 1.651 Meter fiel.

Zwei der Toten wurden als Pur Bahadur Gurung, ein nepalesischer Staatsbürger, und Alharthy, die erste omanische Frau auf dem Everest, identifiziert.

Purjas Tracker zeigte zunächst an, dass er den Hang hinuntergerissen wurde, später änderte sich sein Standort, was Hoffnung nährte, dass er noch lebt. Sein Zustand ist weiterhin unbekannt.

Elite Exped, Purjas Unternehmen, leitete die Expedition. Das Team bestand aus fünf nepalesischen Bergsteigern sowie Staatsangehörigen aus den USA, Pakistan, Oman und China sowie einem weiteren ausländischen Bergsteiger, so Karrar Haidri, Vizepräsident des Alpine Club of Pakistan.

Unter den Vermissten sind die US-Amerikanerin Mallory Geis, der Chinese Wang Zhong sowie mehrere pakistanische und nepalesische Höhenträger.

Purja versuchte, als erster Mensch alle 14 Achttausender zweimal ohne zusätzlichen Sauerstoff zu besteigen. Vor dem Aufstieg schrieb er in den sozialen Medien und bat den Broad Peak um „sichere Passage“.

Die Polizei in Gilgit-Baltistan bestätigte die Bergung von vier Leichen und erklärte, der Zustand der übrigen Bergsteiger werde überprüft. Der Alpine Club teilte mit, dass Helikopter und Drohnen mobilisiert würden, abhängig vom Wetter.

Mingma Gyabu Sherpa, Purjas Geschäftspartner und Mitglied des nepalesischen Parlaments, sagte, ein Suchteam sei zu Fuß aufgebrochen, um einen Tracker-Standort nahe dem Fuß des Berges zu untersuchen. Er warnte, es gebe keine Hinweise auf Purjas Zustand.

Der Alpine Club sprach den Familien und der internationalen Bergsteigergemeinschaft sein Mitgefühl aus und betete für die Sicherheit und erfolgreiche Rettung aller Bergsteiger.

Quellen

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