AFC unterstützt UEFA-Boykott gegen FIFAs 20-Milliarden-Dollar-Plan
Die Asiatische Fußball-Konföderation (AFC) hat am 31. Juli 2026 die UEFA und CONCACAF in ihrer Boykottdrohung gegen FIFA-Veranstaltungen unterstützt, die sich gegen die geplante kommerzielle Tochtergesellschaft FIFA Forward Enterprise (FFE) mit einem Budget von 20 Milliarden Dollar richtet.
Die UEFA hatte am 30. Juli einstimmig beschlossen, alle FIFA-Veranstaltungen zu boykottieren, falls der Plan nicht fallengelassen wird; auch die CONCACAF hat ihn abgelehnt.
Die AFC selbst verpflichtete sich nicht zu einem Boykott, äußerte jedoch tiefe Besorgnis und warnte, dass ein Boykott der Weltmeisterschaft eine reale Möglichkeit sei. Man betonte: "Der Fußball hätte niemals in eine solche Lage gebracht werden dürfen."
AFC-Präsident Scheich Salman bin Ebrahim Al Chalifa hatte die Art und Weise, wie der Vorschlag gemacht wurde, in einem Brief an die Mitgliedsverbände bereits als "völlig inakzeptabel" bezeichnet.
Die Konföderation erklärte, die FFE könne den für ein Vorankommen nötigen breiten Konsens nicht erreichen, und die Weltmeisterschaft "beziehe ihre Stärke aus der Teilnahme aller Konföderationen und der führenden Fußballnationen der Welt".
Zudem kritisierte die AFC die Konsultations- und Entscheidungsprozesse der FIFA und erklärte, der Plan offenbare "grundlegende Schwächen", die behoben werden müssten.
Die FIFA reagierte am 31. Juli mit der Aussage, jeder nationale Verband solle die Möglichkeit haben, den Vorschlag zu prüfen. Die AFC entgegnete jedoch, "die zentralen Bedenken hinsichtlich Governance, institutioneller Prozesse und sinnvoller Beteiligung blieben unbeantwortet".
Die AFC forderte institutionelle Reformen bei der FIFA und betonte: "Bedeutungsvolle Demokratie beginnt mit transparenter Führung und echter Teilhabe."
Der Druck auf FIFA-Präsident Gianni Infantino wächst, da der Riss die Einheit des Weltfußballs vor den kommenden Weltmeisterschaften bedroht.
Quellen
- Al JazeeraSekundär
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