CoreWeave verdoppelt Umsatz auf 2,6 Mrd. Dollar, Aktie springt um 18 %
Die Aktien von CoreWeave stiegen am 12. August 2026 im vorbörslichen Handel um 18 %, nachdem der KI-Cloud-Anbieter für das zweite Quartal einen Umsatz von 2,6 Mrd. Dollar meldete – ein Plus von 112 % gegenüber 1,2 Mrd. Dollar im Vorjahr.
Das Unternehmen, das leistungsstarke Rechenkapazitäten für KI-Workloads vermietet, führte den Anstieg auf die beschleunigte Nachfrage von Hyperscalern nach KI-Rechenleistung zurück.
Dennoch blieb CoreWeave unprofitabel. Die Betriebsausgaben verdoppelten sich auf 2,6 Mrd. Dollar und übertrafen damit den Umsatz leicht, was zu einem operativen Verlust von 49 Mio. Dollar führte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen operativen Gewinn von 19 Mio. Dollar erzielt. CoreWeave hat erhebliche Schulden aufgenommen, um den schnellen Ausbau seiner KI-Infrastruktur zu finanzieren.
Meta verpflichtete sich im Quartal zu zusätzlichen Ausgaben von 21 Mrd. Dollar, während Jane Street eine strategische Investition von 1 Mrd. Dollar tätigte. CoreWeave gewann zudem neue Kunden wie Bentley Systems, Grammarly, Isomorphic Labs und Sunday Robotics. Zum 30. Juni lag der Auftragsbestand des Unternehmens bei 104 Mrd. Dollar, und für das dritte Quartal sind weitere Zusagen über 25 Mrd. Dollar gesichert.
Für das dritte Quartal erwartet CoreWeave einen Umsatz zwischen 3,4 und 3,6 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Umsatz von 12,4 bis 13,2 Mrd. Dollar prognostiziert, bei einem bereinigten operativen Gewinn von 960 Mio. bis 1,15 Mrd. Dollar.
Michael Intrator, der Vorstandsvorsitzende, erklärte in einer Stellungnahme, CoreWeave habe einen „wichtigen Wendepunkt“ erreicht, da die Größe beginne, sich in einer wachsenden operativen Hebelwirkung niederzuschlagen. „Die Kundennachfrage beschleunigt sich, da die Akzeptanz in Unternehmen zunimmt“, fügte er hinzu.
Die Analysten von Citi bezeichneten das Quartal als „eines der saubersten Quartale“ seit dem Börsengang von CoreWeave im Jahr 2025 und verwiesen auf eine robuste KI-Nachfrage, stärkere Preissetzungsmacht, ein wachsendes Software- und Token-Geschäft sowie besser als erwartete Margen. Sie sagten, dass die Anhebung der Gewinnprognose und positive Umsetzungsupdates den Aktienkurs deutlich nach oben treiben sollten.
Intrator ist für den 12. August um 9 Uhr ET in der CNBC-Sendung „Squawk on the Street“ eingeplant. Zum Handelsschluss am 11. August lag die Aktie im Jahresverlauf 26 % im Plus.
Quellen
- CNBC Top NewsSekundär
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