ChatGPT blockiert direkte Anfragen zum Kopieren des Stils eines Autors
OpenAI hat ChatGPT aktualisiert, um zu verhindern, dass der Chatbot auf explizite Anfragen hin den Schreibstil bestimmter Autoren direkt kopiert. Die Änderung erfolgt, nachdem Autoren und Verlage Bedenken geäußert haben, dass die KI verwendet werden könnte, um urheberrechtlich geschützte Werke ohne Erlaubnis nachzuahmen.
Die Einschränkung betrifft alle ChatGPT-Nutzer, die darum bitten, den Stil eines namentlich genannten Autors wie Stephen King oder J.K. Rowling zu replizieren. Dies schließt Schriftsteller, Studenten und andere Nutzer ein, die sich für kreative Inspiration oder Parodie auf diese Funktion verlassen haben. Der Schritt ist Teil eines breiteren Bemühens, geistige Eigentumsstreitigkeiten anzugehen.
Das Update ist bedeutsam, weil es OpenAIs Reaktion auf rechtlichen Druck von Autoren signalisiert, die das Unternehmen wegen angeblicher Urheberrechtsverletzung verklagt haben. Durch die Blockierung der Stilnachahmung will OpenAI das Risiko verringern, Inhalte zu generieren, die als nicht autorisierte abgeleitete Werke angesehen werden könnten, und möglicherweise einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie KI-Unternehmen mit Stilreplikation umgehen.
Laut Ars Technica wurde die Änderung erstmals am 7. Februar 2025 gemeldet. OpenAI machte keine Angaben zur Anzahl der betroffenen Nutzer oder zu einem detaillierten Zeitplan für die Einführung. Das Unternehmen erklärte, dass die Einschränkung für direkte Anfragen gilt, aber in einigen Fällen dennoch eine indirekte stilistische Nachahmung erlaubt sein könnte.
Diese Entwicklung folgt auf eine Reihe von Klagen von Autoren gegen OpenAI, darunter ein vielbeachteter Fall der Authors Guild aus dem Jahr 2023. In diesen Klagen wird behauptet, dass ChatGPT ohne Erlaubnis mit urheberrechtlich geschützten Texten trainiert wurde. OpenAI hat zuvor argumentiert, dass die Nutzung von urheberrechtlich geschütztem Material unter die faire Nutzung fällt.
In Zukunft erhalten Nutzer, die versuchen, eine Stilkopie anzufordern, eine Ablehnungsmeldung von ChatGPT. OpenAI hat nicht angedeutet, ob es die Einschränkung auf andere Formen der Inhaltsgenerierung ausweiten wird, wie etwa die Nachahmung des Stils von Künstlern oder Musikern. Das Unternehmen sieht sich weiterhin mit laufenden Rechtsstreitigkeiten konfrontiert, die seine Inhaltsrichtlinien weiter beeinflussen könnten.
Quellen
- Google News TechnologySekundär
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