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Australien verbannt vollständig KI-erzeugte Songs aus den Charts

Veröffentlicht am 2 min readVon NewUJ Editorial Desk

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Australien verbannt vollständig KI-erzeugte Songs aus den Charts
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Australiens offizielle Musikcharts werden Songs, die vollständig von künstlicher Intelligenz erzeugt wurden, nicht mehr werten. Ab Montag behandelt die Australian Recording Industry Association solche Titel als nicht zulassungsfähig für die ARIA-Charts.

Die Regel ist enger gefasst als ein pauschales Verbot der Technologie. Ein Titel bleibt zugelassen, wenn Menschen den Song geschrieben und den Leadgesang sowie die Hauptinstrumente eingespielt haben — neben weiteren Anforderungen. KI darf im Produktionsprozess weiterhin als Werkzeug dienen; nicht ersetzen darf sie Songschreiber, Sänger und Band.

Der Änderung ging ein Fall voraus, der die Frage konkret machte. Ein Cover von Madonnas "Like a Prayer" des australischen DJs und Produzenten Josh Fawaz war im Juli der meistgespielte Song im australischen Radio und stieg bis auf Platz vier der ARIA-Singlecharts. Später kam heraus, dass Gesang und Schlagzeug des Tracks mithilfe von KI erzeugt worden waren. Eine Aufnahme mit synthetischen Darbietungen hatte damit wochenlang direkt gegen menschliche konkurriert — und die meisten von ihnen geschlagen.

"Diese Änderungen spiegeln unsere Absicht wider, dynamisch zu bleiben und das Menschliche an der Kunst zu fördern, in einem — gelinde gesagt — sich rasant entwickelnden Feld", sagte ARIA-Geschäftsführerin Annabelle Herd.

Die praktische Schwierigkeit liegt in der Durchsetzung. Ein Chartgremium kann einer Aufnahme nicht zuverlässig anhören, ob eine Stimme gesungen oder synthetisiert wurde. Das System hängt daher weitgehend davon ab, was Labels und Vertriebe bei der Einreichung erklären. Die Last der Ehrlichkeit liegt damit bei genau jenen, die von einer Chartplatzierung profitieren — die strukturelle Schwäche jeder Regel dieser Art, die auf Selbstauskunft beruht.

Charts sind mehr als eine Ruhmesfrage: Sie steuern Radioprogramme, Playlist-Platzierungen, Festivalbuchungen und Lizenzeinnahmen. Indem ARIA die Grenze bei der Darbietung zieht und nicht beim Einsatz von Software, hat der Verband eine Definition gewählt, die auch die nächste Werkzeuggeneration übersteht: Maßstab ist nicht, welches Programm die Datei berührt hat, sondern ob ein Mensch geschrieben und gespielt hat, was die Hörer hören.

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