Apps für US-Truppen enthalten Code von chinesischen und russischen Firmen
Eine neue Analyse zeigt, dass mehr als jede achte mobile App, die US-Soldaten angeboten wird, Code von Unternehmen aus China oder Russland enthält – Nationen, die das Pentagon als Gegner einstuft. Die Studie, durchgeführt von der Cybersicherheitsfirma Lookout und dem gemeinnützigen Defense Tech and Privacy Institute, untersuchte 1.000 speziell für Militärangehörige entwickelte Apps. Dabei stellte sich heraus, dass 13 % dieser Apps Softwareentwicklungskits (SDKs) von Firmen aus China oder Russland enthielten, was sensible Nutzerdaten potenziell ausländischen Stellen zugänglich machen könnte.
Die betroffenen Apps reichen von Fitness-Trackern und psychologischen Hilfsmitteln bis hin zu Kommunikationsplattformen, von denen viele auf privaten Smartphones genutzt werden, die auch auf militärische Netzwerke zugreifen können. Das Vorhandensein ausländischen Codes wirft Bedenken hinsichtlich Datenschutz und nationaler Sicherheit auf, da diese SDKs Standortinformationen, Kontakte und andere persönliche Daten sammeln können. Das Pentagon warnt seit langem vor den Risiken der Nutzung von Apps mit chinesischen oder russischen Verbindungen, aber dies ist die erste umfassende Prüfung des militärisch ausgerichteten App-Ökosystems.
Die am 28. März 2025 veröffentlichte Analyse identifizierte spezifische SDKs von Unternehmen wie Baidu, Tencent und Yandex, die in den Apps eingebettet waren. Obwohl die Studie keine Hinweise auf aktive Datenexfiltration fand, stellten die Forscher fest, dass die Möglichkeit von Überwachung oder Spionage besteht. Die Ergebnisse kommen im Zuge breiterer US-Regierungsbemühungen, TikTok und andere chinesisch-verbundene Apps von Regierungsgeräten zu verbannen.
Lookout und das Defense Tech and Privacy Institute fordern nun strengere Überprüfungen von Apps in offiziellen Militär-App-Stores und die Aufklärung von Soldaten über die Risiken. Das Pentagon hat sich noch nicht zu dem Bericht geäußert, wird aber voraussichtlich seine App-Zulassungsverfahren überprüfen. Diese Entwicklung unterstreicht die anhaltende Herausforderung, Bequemlichkeit und Sicherheit im digitalen Zeitalter in Einklang zu bringen, insbesondere für diejenigen in Uniform.
Quellen
- WiredSekundär
- Ars TechnicaSekundär
Verwandt
Microsoft stellt KI-Sicherheitstools vor, die angeblich Konkurrenz übertreffen
Private Claude-Chats in Google- und Bing-Suchergebnissen offengelegt
Apple verklagt, nachdem angeblicher App-Store-Krypto-Betrug Nutzer 1,8 Millionen Dollar kostete
Microsoft stellt KI-Cybersicherheitstools vor
Claude AI geteilte Chats von Google indiziert, bevor sie entfernt wurden
Hugging Face CEO fordert Transparenz nach 'beispiellosem' OpenAI-Hack
ClickLock-Mac-Malware sperrt Apps, bis Benutzer zahlen
Hacker, der Spionagesoftware-Hersteller knackte, bleibt unidentifiziert
Trending now
- Zidane wird Trainer der französischen Nationalmannschaft
- Hugging Face: Werkzeuge zum Entkleiden von Frauen und Kindern
- Samsung erklärt, warum seine Smart Glasses besser sein werden als die von Meta
- CXMT-Aktie steigt am Debüt um 470 % und wird zum wertvollsten börsennotierten Unternehmen Chinas
- Apple TV's Neuromancer-Adaption erhält ersten Blick, Veröffentlichungsdatum auf den 22. Januar 2027 festgelegt
- Hugging Face CEO fordert Transparenz nach 'beispiellosem' OpenAI-Hack
- Marvel kündigt Ryan Gosling als Ghost Rider und neuen Black Panther auf der Comic-Con an
- Öl fällt um über 5%, nachdem USA Angriffe auf Iran pausieren
Comments
No comments yet. Be the first.