Tesla-Aktie fällt zweistellig – schlechtester Tag seit Jahren
Die Tesla-Aktie fiel am Donnerstag um mehr als 12 % und markierte damit den schlechtesten Tagesverlust des Unternehmens seit Jahren. Bis zum Handelsschluss wurden rund 214,5 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung vernichtet. Der dramatische Ausverkauf erfolgte, nachdem der Elektroautohersteller am Mittwoch Quartalszahlen vorgelegt hatte, die die Anleger enttäuschten. Die Gewinne blieben trotz Rekordauslieferungen hinter den Erwartungen zurück.
Der steile Rückgang traf die Aktionäre von Tesla, darunter institutionelle Anleger und Privatanleger, da die Aktie an einem einzigen Handelstag mehr als ein Zehntel ihres Wertes verlor. Der Kursrutsch löschte die Gewinne aus, die die Aktie seit der US-Präsidentschaftswahl im November erzielt hatte, als Optimismus über die Verbindungen von CEO Elon Musk zur neuen Regierung die Aktie beflügelt hatte.
Der Ausverkauf ist von Bedeutung, weil Tesla nach wie vor einer der wertvollsten Automobilhersteller der Welt ist und die Aktienentwicklung die allgemeine Marktstimmung gegenüber Elektroauto-Unternehmen beeinflusst. Der Verlust von 214,5 Milliarden Dollar an Marktkapitalisierung ist der größte Tagesverlust in Dollar, der jemals für ein US-Unternehmen verzeichnet wurde, und übertrifft frühere Rekorde anderer Technologiegiganten.
Laut dem am Mittwoch veröffentlichten Gewinnbericht des Unternehmens stiegen die Umsätze im vierten Quartal um 2 % auf 25,7 Milliarden Dollar, aber der Nettogewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 71 % auf 2,3 Milliarden Dollar. Die Automobil-Bruttomarge des Unternehmens, ohne regulatorische Gutschriften, sank auf 16,6 %, den niedrigsten Stand seit über fünf Jahren. Tesla lieferte im Quartal rekordverdächtige 495.570 Fahrzeuge aus, aber die höheren Verkaufszahlen gingen zu Lasten der Rentabilität.
Musk sagte Analysten in der Telefonkonferenz zu den Ergebnissen, dass das Unternehmen plane, „so schnell wie möglich“ Geld für neue Fahrzeugproduktionslinien und KI-Infrastruktur auszugeben, darunter eine massive Erweiterung seines Dojo-Supercomputers und die Entwicklung eines günstigeren Modells, das für 2025 erwartet wird. Die Ausgabenverpflichtungen weckten Bedenken hinsichtlich des kurzfristigen Cashflows und der Rentabilität.
In Zukunft steht Tesla unter anhaltendem Druck durch zunehmende Konkurrenz in China und Europa sowie durch Unsicherheit über den Zeitplan seines versprochenen Robotaxi-Dienstes und der vollständig autonomen Fahrtechnologie. Analysten erwarten, dass die Aktie volatil bleibt, während die Anleger die langfristigen Wachstumsaussichten des Unternehmens gegen die derzeitige Margenkompression und die hohen Investitionsausgabenpläne abwägen.
Quellen
- Google News GlobalSekundär
- Google News BusinessSekundär
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