Starbucks hebt Jahresprognose an – Filialumsätze steigen um 7,9 %
Starbucks hat am 29. Juli 2026 seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben, nachdem das Unternehmen das vierte Quartal in Folge ein Umsatzwachstum in bestehenden Filialen verzeichnete. Der bereinigte Gewinn je Aktie für das Geschäftsjahr 2026 wird nun auf 2,55 bis 2,65 Dollar geschätzt, nach zuvor 2,25 bis 2,45 Dollar.
Die überarbeitete Prognose sieht zudem ein globales Umsatzwachstum in bestehenden Filialen von knapp 6 % und ein US-Wachstum von mehr als 6 % vor, verglichen mit früheren Erwartungen von mindestens 5 % für beide Kennzahlen. CEO Brian Niccol sagte in einem Video zur Ergebnisveröffentlichung: „Dies war das Quartal, in dem unsere Dynamik wirklich messbar wurde.“
Der optimistische Ausblick und die stärker als erwarteten Quartalsergebnisse ließen die Starbucks-Aktie im nachbörslichen Handel um mehr als 9 % steigen. Für das am 28. Juni 2026 endende Quartal meldete das Unternehmen einen auf Starbucks entfallenden Nettogewinn von 1,05 Milliarden Dollar bzw. 91 Cent je Aktie, nach 558,3 Millionen Dollar bzw. 49 Cent je Aktie im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungskosten und andere Posten betrug der Gewinn 85 Cent je Aktie und übertraf damit die Analystenschätzungen.
Der Nettoumsatz fiel um 1 % auf 9,3 Milliarden Dollar, was auf den Verkauf einer Mehrheitsbeteiligung am China-Geschäft zurückzuführen ist. Im November 2025 hatte Starbucks ein Joint Venture mit Boyu Capital angekündigt, um den Betrieb in seinem zweitgrößten Markt zu übernehmen. Trotz des Umsatzrückgangs stiegen die Filialumsätze um 7,9 % und übertrafen damit die Wall-Street-Prognose von 6 %, wie StreetAccount mitteilte.
Das Unternehmen verzeichnete sowohl bei den Transaktionen als auch beim durchschnittlichen Kassenbon Zuwächse, ein Zeichen dafür, dass die Kunden zurückkehren und mehr ausgeben. Die US-Filialumsätze stiegen um 8,1 %, wobei die Kundenfrequenz um 4,5 % und der Durchschnittsbon um 3,5 % zulegten, angetrieben durch Produktmodifikationen und Essenszusätze. Außerhalb der USA stiegen die Filialumsätze um 5,7 %.
Im Rahmen der „Back to Starbucks“-Strategie von Niccol hat die Kette in Personal und Café-Renovierungen investiert, um Service und Ambiente zu verbessern – Maßnahmen, die sich nun auszahlen, nachdem die Umsätze zuvor gesunken waren und Kunden an Konkurrenten wie Dutch Bros verloren gingen.
Quellen
- CNBC Top NewsSekundär
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