Mac-Sicherheitslücke aktiv ausgenutzt: Krypto-Miner installiert
Angreifer nutzen aktiv eine Sicherheitslücke in macOS aus, die es ihnen ermöglicht, schädlichen Code auszuführen, warnt das niederländische National Cyber Security Centrum (NCSC). Der Fehler, der als CVE-2026-65400 verfolgt wird, wurde von Apple am 7. August 2026 für macOS Tahoe, Sequoia und Sonoma gepatcht; ungepatchte Systeme bleiben gefährdet.
Das NCSC beobachtete die Angriffe auf mehreren Systemen, bei denen Port 5900 aus dem Internet erreichbar war. In allen beobachteten Fällen erlangten die Angreifer Root-Zugriff und installierten einen Monero-Miner, der die Ressourcen des Macs zur Generierung von Kryptowährung nutzt.
Die Schwachstelle, die mit 7,1 von 10 Punkten bewertet wird, beruht auf einem Fehler im Zustandsmanagement der macOS-Bildschirmfreigabe, einer Funktion, die es einer entfernten Partei ermöglicht, den Bildschirm zu sehen und zu steuern. Apple erklärte, dass der Fehler es einem Angreifer ohne Anmeldedaten möglicherweise ermöglicht, Zugriff auf einen Mac zu erhalten.
Details der Schwachstelle wurden Anfang August 2026 auf der Sicherheitskonferenz Black Hat öffentlich. Sicherheitsexperten raten, Port 5900 geschlossen zu halten; die macOS-Firewall öffnet ihn, wenn die Bildschirmfreigabe aktiviert ist, und Router blockieren ihn normalerweise, sofern nicht anders konfiguriert. Sie empfehlen stattdessen die Verwendung eines VPN oder SSH-Tunnels, obwohl diese Optionen die Fähigkeiten der meisten Benutzer übersteigen.
Die sicherste Praxis ist, die Bildschirmfreigabe zu deaktivieren, wenn sie nicht benötigt wird, und sie nur für aktive Sitzungen zu aktivieren. Benutzer können die Bildschirmfreigabe unter Systemeinstellungen > Allgemein > Freigaben umschalten. Die Installation des Sicherheitsupdates von Apple ist unerlässlich. Bis zum 14. August 2026 gab es keine Hinweise darauf, dass die Exploits etwas anderes als Monero-Miner installiert haben, aber Angreifer könnten den Fehler nutzen, um Malware zum Stehlen von Anmeldedaten oder anderen schädlichen Code einzusetzen.
Quellen
- Ars TechnicaSekundär
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