Charles Schwab übertrifft Gewinnerwartungen, Aktie fällt
Die Charles Schwab Corporation meldete für das zweite Quartal 2024 Rekordquartalsumsätze und -gewinne und übertraf damit die Schätzungen der Wall Street. Der Discount-Broker erzielte einen Nettogewinn von 1,5 Milliarden US-Dollar oder 0,75 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 4,7 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten einen Gewinn von 0,73 US-Dollar pro Aktie bei einem Umsatz von 4,6 Milliarden US-Dollar erwartet. Trotz der übertroffenen Gewinnerwartungen fiel die Aktie von Schwab im frühen Handel, da sich die Anleger auf höhere als erwartete Ausgaben konzentrierten.
Die Ergebnisse des Unternehmens wurden durch einen Anstieg der Aktivität von Privatanlegern angetrieben, wobei die durchschnittlichen täglichen Ertragstransaktionen (DARTs) im Vergleich zum Vorquartal um 15 % auf 5,8 Millionen stiegen. Die Netto-Neugelder beliefen sich im Quartal auf 48 Milliarden US-Dollar, wodurch das gesamte Kundenvermögen auf 8,9 Billionen US-Dollar stieg. Der Nettozinsertrag von Schwab, ein wichtiger Gewinntreiber, stieg im Jahresvergleich um 8 % auf 2,3 Milliarden US-Dollar, begünstigt durch höhere Zinssätze.
Allerdings stiegen die Gesamtausgaben im Vergleich zum Vorquartal um 6 % auf 3,1 Milliarden US-Dollar und übertrafen damit die Analystenprognosen. Die Vergütungs- und Sozialleistungskosten stiegen aufgrund einer höheren Mitarbeiterzahl und leistungsabhängiger Vergütungen. Die verfehlten Ausgaben überschatteten die übertroffenen Umsätze und führten am Tag der Veröffentlichung der Ergebnisse zu einem Rückgang des Aktienkurses von Schwab.
Der Gewinnbericht kommt im Zuge einer breiteren Markterholung, die die Handelsvolumina und Vermögenswerte in die Höhe getrieben hat. Die Ergebnisse von Schwab spiegeln auch die anhaltende Verlagerung von Privatanlegern in Aktien und andere risikoreiche Anlagen wider. Für die Zukunft erwartet das Unternehmen ein weiteres Wachstum des Kundenvermögens und der Handelsaktivität, aber das Management warnte, dass die Kostenkontrolle eine Priorität bleibt. Analysten werden auf Aktualisierungen zu Kostensenkungsinitiativen und die Auswirkungen möglicher Zinssenkungen im späteren Jahresverlauf achten.
Quellen
- Google News BusinessSekundär
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