Technologie

Samsung-Mobilsparte verbucht erstes Minus von 544 Mio. Dollar

1 min read

Samsung-Mobilsparte verbucht erstes Minus von 544 Mio. Dollar
Photo: Yogesh Phuyal · Unsplash
0 0
XWhatsAppTelegramLinkedIn

Die Mobile-eXperience-(MX-)Sparte von Samsung, die für Smartphones zuständig ist, hat im zweiten Quartal 2026 einen operativen Verlust von 800 Milliarden Won (544 Millionen Dollar) verbucht – das erste Minus in ihrer Geschichte, wie das Unternehmen am 30. Juli 2026 mitteilte.

Steigende Komponentenkosten fraßen die Gewinnmargen auf, trotz solider Verkäufe von Premium-Handys wie dem Galaxy S26 und dem Galaxy Z Fold 8. Die Speicherpreise schossen in die Höhe, da die Nachfrage aus KI-Anwendungen stark anzog.

Besonders stark traf der Kostenanstieg die günstigen Smartphones, deren ohnehin dünne Margen weiter schrumpften. Samsung hatte bereits im April 2026 gewarnt, dass steigende Teilekosten die Ergebnisse belasten könnten.

Der Gesamtumsatz des Konzerns erreichte mit 171,5 Billionen Won (119 Milliarden Dollar) einen Rekord – ein Plus von 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der operative Gewinn stieg auf ein Allzeithoch von 89,5 Billionen Won (62,2 Milliarden Dollar). Die Sparte Device Solutions (DS), zu der das Speichergeschäft gehört, verzeichnete einen Umsatzsprung von 56 Prozent zum Vorquartal und erzielte neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn.

Der Gewinn pro Aktie (Stamm- und Vorzugsaktien) stieg um 52 Prozent – einer der höchsten Werte unter globalen Tech-Unternehmen, so Samsung. Der Konzern will sich künftig auf „hochwertige Produkte“ konzentrieren, um das Mobilgeschäft voranzutreiben.

Verbraucher müssen mit höheren Smartphone-Preisen in allen Kategorien rechnen, wobei die prozentual stärksten Anstiege im Bereich von 200 bis 500 Dollar zu erwarten sind – das trifft vor allem einkommensschwächere Käufer. Samsungs integrierte Lieferkette mit eigener Speicher- und Halbleiterfertigung bietet einen gewissen Puffer, doch die Trendwende der Mobilsparte hängt davon ab, die Komponentenkosten angesichts der anhaltenden KI-getriebenen Nachfrageflut in den Griff zu bekommen.

Quellen

Report / request removal

Verwandt

Comments

No comments yet. Be the first.