Märkte

Ölpreis übersteigt 95 Dollar pro Barrel angesichts steigender Kriegsbedrohungen

2 min read

Ölpreis übersteigt 95 Dollar pro Barrel angesichts steigender Kriegsbedrohungen
Photo: Arturo Añez · Unsplash
0 0
XWhatsAppTelegramLinkedIn

Die globalen Ölpreise stiegen am Montag auf über 95 Dollar pro Barrel, angetrieben durch eskalierende Kriegsbedrohungen, die Ängste vor Versorgungsunterbrechungen auslösten. Der Preissprung spiegelt die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten wider, insbesondere um die Straße von Hormus, einen kritischen Engpass für Öllieferungen. Die Vereinigten Staaten haben darauf bestanden, dass die Meerenge trotz jüngster Angriffe auf Handelsschiffe offen bleibt, aber die Märkte bleiben nervös, da die geopolitischen Risiken zunehmen.

Die Rallye wirkte sich auf die Energiemärkte weltweit aus, wobei die Rohöl-Benchmarkpreise auf ihre höchsten Werte seit Wochen stiegen. Der Anstieg wirkt sich direkt auf die Verbraucher durch höhere Benzin- und Heizkosten aus und erhöht den Druck auf die Zentralbanken, die mit der Inflation kämpfen. Analysten verweisen auf die im Preis enthaltene Kriegsprämie, da Anleger die Möglichkeit eines größeren Konflikts abwägen, der wichtige Ölströme unterbrechen könnte.

Berichten zufolge weiteten die Ölpreise ihre Gewinne aus, nachdem US-Beamte die Aussichten auf Gespräche mit dem Iran abgekühlt hatten, was auf einen längeren Stillstand hindeutet. Die New York Times und Bloomberg berichteten, dass die Preise auf über 95 Dollar pro Barrel gestiegen seien, während CBS News meldete, dass die USA darauf bestehen, dass die Straße von Hormus trotz Angriffen auf Schiffe offen bleibt. Das Wall Street Journal hob hervor, dass der kriegsbedingte Angebotsengpass die Rallye antreibt, mit Live-Updates, die die Marktreaktion verfolgen.

Hintergrund des Anstiegs sind wochenlange steigende Spannungen nach Angriffen auf Tanker und Drohnenangriffen in der Nähe wichtiger Schifffahrtswege. Die Straße von Hormus, durch die etwa 20 % des weltweiten Öls transportiert werden, ist zu einem Brennpunkt geworden, da der Iran und die USA mit Drohungen handeln. Frühere Preisspitzen in den Jahren 2019 und 2020 traten während ähnlicher Pattsituationen auf, aber der aktuelle Konflikt umfasst mehrere staatliche Akteure, was die Versorgungsrisiken verstärkt.

Für die Zukunft erwarten Analysten, dass die Ölpreise volatil bleiben, mit weiteren Gewinnen möglich, wenn diplomatische Bemühungen scheitern oder neue Angriffe den Tankerverkehr stören. Die Biden-Administration hat signalisiert, dass sie strategische Reserven anzapfen könnte, um die Preise zu kühlen, aber solche Maßnahmen haben nur begrenzte Auswirkungen, wenn die Versorgungswege bedroht sind. Die Märkte werden in den kommenden Tagen genau auf jede Eskalation achten, da die Kriegsprämie die Preise in Richtung 100 Dollar pro Barrel treiben könnte.

Quellen

Report / request removal

Verwandt

Comments

No comments yet. Be the first.