Dokumentation über kurdische Veteranen des Krieges gegen den IS erforscht Mut und Überleben
Eine neue Dokumentation, 'The Phantom Pain of Rojava', unter der Regie von Maryam Ebrahimi, bietet ein zartes und zutiefst bewegendes Porträt kurdischer Veteranen, die den Krieg gegen den Islamischen Staat (IS) in Nordsyrien überlebt haben. Der Film konzentriert sich auf ein Heim für verwundete Armeeveteranen in Rojava, einer kurdischen autonomen sozialistischen Region, in dem die meisten Bewohner Überlebende des Konflikts mit dem IS sind. Das Haus ist gemischtgeschlechtlich, und Ebrahimis Linse hebt besonders die weiblichen Veteranen hervor, die vor einem Jahrzehnt durch ihren Mut auf dem Schlachtfeld internationale Aufmerksamkeit erregten.
Die Dokumentation beginnt mit Aufnahmen von der Beerdigung einer weiblichen Armeekommandantin, bei der Ebrahimi bemerkt, dass es das erste Mal ist, dass sie im Nahen Osten Frauen einen Sarg tragen sieht. Sie staunt über ihre Schwesternschaft, als sie mit bloßen Händen die Erde graben – eine Tradition in Rojava, die die letzte Solidarität mit einem gefallenen Kameraden symbolisiert. Zu den gezeigten Veteranen gehört Fadakhar, ein Mann, der beide Beine verloren hat und nachts unter Phantomjucken und -schmerzen leidet. Der Film erkundet sanft die physischen und emotionalen Narben des Krieges und betont die Widerstandsfähigkeit derer, die gekämpft haben.
Ebrahimi stellt fest, dass Frauen 2011 begannen, ihre Dörfer zu verlassen, um gegen den IS zu kämpfen, obwohl die Dokumentation mehr Hintergrund zur Geschichte der kurdischen rein weiblichen Bataillone hätte bieten können. Die Stärke des Films liegt in seinem intimen, beobachtenden Stil, der Momente von Mut und Überleben ohne Sensationslust einfängt. Er unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, denen diese Veteranen gegenüberstehen, von der medizinischen Versorgung bis hin zu psychischen Traumata, in einer Region, die noch immer mit den Folgen des Krieges zu kämpfen hat.
Die Dokumentation ist wichtig, weil sie einen Konflikt vermenschlicht, der oft auf Schlagzeilen reduziert wird, und denen eine Stimme gibt, die an der Front gekämpft haben. Indem sie sich auf das tägliche Leben der Veteranen und ihre Bande der Solidarität konzentriert, bietet Ebrahimi eine Gegenerzählung zur typischen Kriegsgeschichte. Der Film ist ein Zeugnis für die Ausdauer des menschlichen Geistes, selbst angesichts verheerender Verluste und Verletzungen. Er lädt die Zuschauer ein, über die Kosten des Krieges und die Stärke der Gemeinschaft nachzudenken.
Quellen
- The Guardian FilmSekundär
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