Apple warnt vor Lieferengpässen bei Mac, iPhone und iPad
Apple hat am 30. Juli 2026 gewarnt, dass es im nächsten Quartal zu erheblichen Lieferengpässen bei seinen Mac-, iPhone- und iPad-Produkten kommen werde. Die Warnung ließ die Aktie nachbörslich um mehr als 7% fallen, obwohl das Unternehmen für das Juni-Quartal einen Umsatzanstieg von 16% auf 109 Milliarden Dollar und einen Gewinnsprung von 26% auf 29 Milliarden Dollar meldete. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Tim Cook sagte, dass die Verfügbarkeit von Macs bereits in diesem Jahr beeinträchtigt sei, sich die Engpässe aber verschärfen und auf iPhones und iPads ausweiten würden. Er führte das Kernproblem auf eine unerwartet hohe Nachfrage zurück, insbesondere nach iPhones und Macs, deren Verkäufe im Quartal um 22% bzw. 25% gestiegen seien. Cook bezeichnete es als „ein Nachfrageprognoseproblem, um ehrlich zu sein“ und fügte hinzu, dass das Unternehmen im kommenden Quartal „auf der Angebotsseite kämpfen“ werde. Ein wesentlicher Faktor ist die Knappheit von Mikroprozessoren mit modernen Fertigungsstrukturen, die Apple größtenteils von dem taiwanesischen Hersteller TSMC bezieht. Cook merkte an, dass die Lieferkette nur begrenzte Flexibilität habe, um die Engpässe zu beheben. Die Warnung überschattete die starken Finanzergebnisse, die teilweise durch Zollrückerstattungen gestützt wurden, die Apples Bruttomarge um 2% erhöhten, was nach Berechnungen der BBC etwa 1,1 Milliarden Dollar entspricht. Cook sagte, Apple beabsichtige, diese Rückerstattungen in den USA zu reinvestieren, in Einklang mit einer früheren Zusage, über vier Jahre 600 Milliarden Dollar in die heimische Produktion zu stecken. China bleibt der größte Produktionsstandort für Apple-Produkte. Cook sprach auch über den bevorstehenden öffentlichen Neustart von Siri, einem KI-Assistenten, der sich noch in der öffentlichen Beta-Phase befindet, und bezeichnete ihn als Teil „einer enormen Chance für Apple in der KI-Zukunft“. Er sagte, dass Verhandlungen mit den Behörden der Europäischen Union im Gange seien, um die neue Siri „allen, überall zur gleichen Zeit“ zur Verfügung zu stellen.
Quellen
- BBC TechnologySekundär
- BBC BusinessSekundär
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